Alles was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen!
Und vielleicht sind Erinnerungen genau deshalb so wichtig, weil gemeinsame Zeit niemals selbstverständlich ist.
Coronel
27.04.2007 – 05.03.2026
für immer unvergessen.
Wie schreibt man Zeilen, die sich einfach falsch anfühlen? Auch zwei Monate später noch. So viele Pläne hatten wir doch noch und niemals hab ich damit gerechnet, dass ich mich so schnell und so früh verabschieden muss. Nachdem mein Isländer Heidur 2022 mit 34 Jahren gestorben ist, wollte ich eigentlich kein Pferd mehr. Heidur war das Pferd mit dem ich erwachsen geworden bin, er war einfach besonders und ich bin unglaublich glücklich darüber, dass er so, so lange an meiner Seite war (23 Jahre). Das Thema Pferd war in weite Ferne gerückt, weil ich niemals gedacht habe, dass da nach Heidur noch Platz in meinem Herzen ist, für ein weiteres Pferd. Aber ich hab die Rechnung ohne mein Schimmelchen gemacht. Er hat sich nämlich einfach in mein Herz geschlichen und dann war ich im März 2024 plötzlich doch wieder Pferdebesitzerin. Ich kannte Coronel schon einige Jahre und bevor er mein eigenes Pferd wurde, war ich schon einige Zeit seine Reitbeteiligung. Coronel war mein absolutes Traumpferd. Hätte ich mir ein Pferd backen können, es wäre genau er gewesen. Als kleines Mädchen schon, hab ich immer von einem großen weißen Pferd geträumt und da stand er nun im Stall, mein wahrgewordener Pferdemädchentraum. Er hatte einen Charakter der unbezahlbar war und ein Herz aus Gold. Wir sind in den zwei gemeinsamen Jahren so ein gutes Team geworden und die Zeit die ich im Stall verbracht habe, war meine liebste an jedem Tag. Vor einem Jahr hatte er sich dann eine Verletzung der Beugesehne zugezogen und wir mussten unser Training anpassen. So sind wir noch weiter zusammen gewachsen und hatten einfach eine wunderschöne Zeit. Im Sommer wollten wir ganz viel wandern gehen und vielleicht sogar wieder ausreiten, das Bein war so gut verheilt. Aber es sollte nicht sein. Am 5.3 musste ich ihn dann gehen lassen. Realisieren kann ich das oft immernoch nicht und er fehlt mir sehr. Jetzt versuche ich dankbar zu sein, für alles was wir hatten, für die vielen schönen Momente und Erinnerungen. Und ich bin sicher, dass mir das auch irgendwann gelingen wird und ich Bilder ansehen kann, ohne dass mir Tränen übers Gesicht laufen. Aber das dauert noch!